Bürgerverein Oberrad e.v.

Oberräderin des Jahres 2019

In mehreren Vorstandssitzungen hat der Vorstand des BVO beraten, wer in diesem Jahr, 2019, den Titel der „Oberräderin des Jahres“ erhalten sollte. Während wir üblicherweise außerhalb des Bürgervereins auf die Suche gehen, war sehr schnell aus den eigenen Reihen ein Kandidat gefunden.

Nach einstimmiger Abstimmung (eine Enthaltung) im Vorstand wird Marlene Karrie zu unserer großen Freude als Oberräderin des Jahres vorgeschlagen und nominiert.

Marlene wurde vor 80 Jahren in Helmstedt vier Wochen nach Kriegsbeginn geboren.
Ihre Eltern haben allerdings sehr bald erkannt, dass der Westen des Deutschen Reiches scheinbar sicherer einzuschätzen war und so zogen sie zurück in die Heimat, in das Saarland.
Dort absolvierte sie ihre schulische Laufbahn in Perl und eine anschließende Lehre als Herrenschneiderin in Nennig/Saar.
Schon bald nach der Lehre zog es sie in die Ferne und sie übersiedelte ab 1960 nach Paris.
Sie absolvierte eine „au pair-Zeit“, arbeitete in einem Hotel für Deutsche Studentenreisen und besuchte parallel eine Sprachenschule, um ihr französisch zu komplettieren.
Mit Erfolg – wie man weiß. 1962 bereits erlangte sie ihr Sprach-Diplom.
Nach diesem Abstecher ins Ausland und einem Jahr Zwischenaufenthalt in Berlin im Park-Hotel erreichte sie 1964 endlich unsere Heimatstadt Frankfurt.
Hier hat sie 1965 geheiratet und zwei Töchter bekommen.
Verschiedene Arbeitsstellen begleiteten ihren Lebensweg bis zum Renteneintritt.

1984 – drei Jahre nach dessen Gründung – trat sie dem Bürgerverein bei.
Ab dem Jahre 1990, und dies sind inzwischen 30 Jahre, ist Marlene aktiv im Vorstand tätig, anfangs als Schriftführerin, später als zweite Vorsitzende.
Mit Sicherheit ist sie oftmals gebeten worden, als Vorsitzende zu kandidieren, was sie allerdings nie angestrebt hat.
Als zurzeit amtierender Vorsitzender weiß ich, dass die Stellvertreterfunktion praktisch den gleichen Arbeitsaufwand erforderlich macht, wobei für mich wichtig ist, dass man sich 100-prozentig auf ihre Arbeit verlassen kann.
Ich kann ihr bescheinigen, dass sie äußerst zuverlässig, freundlich und zuvorkommend ist, was der Harmonie in der Vorstandsarbeit sehr dient.

In dieser Funktion war sie in Oberrad auch Mitglied des Vereinsrings Oberrad und des Präventionsrates, wo sie mit hohem Zeitaufwand den Interessen der Oberräder Bevölkerung gerecht wurde.
Nur Vereinsarbeit in Oberrad war ihr offensichtlich nicht genug und sie interessierte sich für eine Mitgliedschaft und Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Bürger- und Bezirksvereine.
Auch dort war sie in der Vorstandsarbeit aktiv tätig.
Für Oberrad hat sich diese Arbeit trotzdem gelohnt, da in dem Publikationsorgan „Frankfurter Bürger“ viele Artikel aus ihrer Feder erschienen, die den Stadtteil Oberrad zum Gegenstand hatten.
Von 1996 bis 2012 war sie 16 Jahre in der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft tätig.
Seit zwei Jahren ist sie wieder stellvertretende Schriftführerin der Arbeitsgemeinschaft, nachdem diese Institution kurzzeitig „geschwächelt“ hat.
Auch ihrer Tatkraft ist es zu verdanken, dass die Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Bürger- und Bezirksvereine heute wieder vollwertige Arbeit leistet.

Der gesamte Bürgerverein freut sich über Deine Nominierung und wünscht Dir viel Gesundheit und viel Schaffenskraft, da wir uns klar sind: „Wir brauchen Dich“.

Frankfurt am Main, den 23. November 2019
Eugen Müller, Vorsitzender

Siehe hierzu auch:Frankfurter Wochenblatt – Marlene Karrie ist Oberräderin des Jahres 2019: Bürgerschaftliches Engagement steht bei der Oberräderin an erster Stelle